Joseph Beuys, der zwei Fasane gefangen hat, einen aus Silber, einen aus Gold, erklärt beiden Joyces Finnigans Wake, obwohl Joyce natürlich selber da ist und sie leben. Er fängt mit seinem Kiefer an, spricht aber nicht, sondern bewegt ihn nur seitwärts, die Vögel schauen aufmerksam zu, dann legt er einen kleinen irischen Volkstanz hin, die Fasanen antworten mit einem so erratischen Quickstep, daß die Gäste in Schrecken geraten. Beuys zerreißt seine Weste in Fetzen, das macht die Fasane so glücklich, daß sie nicht mehr an sich halten können. Sie springen auf seine Schultern und fliegen dann in Richtung des Mondes, zwei Federn zurücklassend. Gerade bevor sie verschwin- den, denkt Beuys »Dschungel«, indem er seine Stirn mit den beiden Federn berührt. Das hat eine magische Wirkung. Die Fasane erscheinen wieder, so, als seien sie nie fortgeflogen. Im Tausch gegen die Federn gibt Beuys den Vögeln elektrische Nester aus Filz, die überall eingestöpselt werden können.
JOHN CAGE


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